Veränderungen an der Spitze von SENS eRecycling: Dirk Hoffmann löst auf Ende April 2021 Andreas Röthlisberger als Präsident des Stiftungsrats ab.

Zürich, 20. November 2020, Andreas Röthlisberger, Gründer und über 30 Jahre Präsident des Stiftungsrates von SENS eRecycling, übergibt die Leitung der Stiftung an Dirk Hoffmann. Mit seinem langjährigen internationalen Erfahrungsschatz und seiner Passion für Nachhaltigkeit wird Dirk Hoffmann die Pionierarbeit der SENS weiterentwickeln und in die Zukunft führen.

Am Anfang war die Vision
Andreas Röthlisberger hat bereits vor über 30 Jahren die Vision einer Kreislaufwirtschaft entwickelt und dafür 1990 mit einer kleinen Gruppe von Gleichgesinnten die Stiftung SENS gegründet (vormals Stiftung Entsorgung Schweiz). Viele Jahre bevor in Europa der Begriff „Producer Responsibility“ im Elektro- und Elektronik-Geräte-Markt verankert wurde, konnte Andreas Röthlisberger Hersteller, Importeure und den Handel in der Schweiz überzeugen, die sogenannte Herstellerverantwortung wahrzunehmen und die freiwillige Finanzierung einer gemeinsamen Entsorgungslösung aufzubauen.  «Die erweiterte Produzentenverantwortung ist die Grundlage für jede Kreislaufwirtschaft. Die SENS und ihre Partner haben damit eine Vision umgesetzt und Pionierarbeit geleistet.» so Röthlisberger.

SENS(ationelle) 30 Jahre – so geht es weiter
Auch nach 30 Jahren SENS ist Andreas Röthlisberger kein bisschen müde von seinem Lebenswerk zu schwärmen. „SENS eRecycling geht weit über die Landesgrenzen hinaus. Als Mitbegründerin des WEEE Forum (waste electrical and electronic equipment) und Gründerin von WEEE Europe ist die Stiftung in Sachen Entsorgung und Kreislaufwirtschaft wegweisend in ganz Europa“ so Röthlisberger. Die Übergabe des Präsidiums ist für ihn keinesfalls ein Schlussstrich, sondern vielmehr eine Weiterentwicklung der Stiftung in einem dynamischen Markt mit immer neuen Herausforderungen. „Dirk Hoffmann ist ein Macher, der Menschen mag und an Visionen glaubt – mit seiner Erfahrung und Leidenschaft in der Industrie und Nachhaltigkeit genau der Richtige für uns und unsere Partner“ so Röthlisberger über seinen Nachfolger. Mit der Ernennung von Dirk Hoffmann zum Stiftungsratspräsidenten der SENS wird die eingeschlagene Richtung eines Obligatoriums mit Befreiungsmöglichkeit weiterverfolgt und die Kontinuität in der Führung gewährleistet. Andreas Röthlisberger wird SENS eRecycling weiterhin als Berater und Gründervater begleiten. Zudem bleibt er Präsident der Stiftung Fair Recycling, die sich für den Klima- und Umweltschutz engagiert und 2008 aus einem Spin-off der SENS gegründet wurde.

WisSENSswertes über Dirk Hoffmann
Dirk Hoffmann war fast schon auf jedem Kontinent Zuhause und sein Erfahrungsschatz erstreckt rund um den Globus. In die Schweiz kam der passionierte Wanderer vor sieben Jahren auch wegen den Bergen – überzeugt hat ihn aber die Nachhaltigkeitsstrategie von V-Zug, die er sechs Jahre als CEO führte und aktuell als Head of Strategic Projects der Metall Zug AG begleitet. Parallel dazu hat er als Mitglied oder Präsident von Verwaltungsräten Verantwortung für ausgewählte Geschäftsbereiche der Metall Zug Gruppe übernommen. Im Bereich der Nachhaltigkeit ist er vielseitig engagiert, so auch beim Innovationspark Zentralschweiz mit besonderem Augenmerk auf die Kreislaufwirtschaft sowie sozialer und ökologischer Auswirkungen. „Nachhaltigkeit ist meine Leidenschaft. Wer, wenn nicht SENS leistet einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft?“ so Hoffmann über sein neues Mandat.

Dirk Hoffmann ist diplomierter Elektro-Ingenieur - sein Interesse gilt kniffligen Herausforderungen in der produzierenden Industrie und dem nachhaltigen Umgang mit wertvollen Ressourcen. Seit drei Jahren begleitet er die SENS als Mitglied des Stiftungsrats, ab April übernimmt er das Präsidium. Er tritt die Nachfolge mit Respekt und voller Tatendrang für die Zukunft an: „Meine Aufgabe wird es sein, die erreichten Stärken des freiwilligen Systems zu bewahren und zum Nutzen der Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft weiter innovativ auszubauen. Die SENS ist bereits ein funktionierendes Ökosystem, welches Branchengrenzen überschreitet, Zusammenarbeit mit verschiedensten Systemteilnehmern vorlebt und fördert. In dieser Intensität der Zusammenarbeit sehe ich grosse Chancen und will dafür sorgen, dass die SENS und unsere Partner gestärkt in die nächsten zehn Jahre gehen.“