Elektronische Spielwaren: Alles smart und digital?

Was war dein sehnlichster Geburtstagswunsch als Kind? Ein Roboter, der dir beim Aufräumen hilft? Eine sprechende Puppe oder ein Gameboy? Ja, schon in den 1990ern hatten elektronische Spielzeuge ihren festen Platz im Kinderzimmer. Heute läuft’s kaum mehr ohne sie. Wir zeigen, wo überall Elektronik drinsteckt und weshalb es wichtig ist, dass du elektronische Spielgeräte auch als solche erkennst.

Die Digitalisierung ist nicht nur in unserem Heim- und Arbeitsalltag omnipräsent. Nein, schon längst hat sie auch die Kinderzimmer erreicht: Nebst Klassikern wie der sprechenden Puppe oder dem Gameboy sind heute bereits Kugelbahnen mit Sound- und Lichteffekten ausgerüstet und bei Brettspielen ist es schon fast normal, dass eine elektronische Stimme den Kindern während des Spiels Anweisungen gibt.

Ja, wir haben uns schon so sehr daran gewöhnt, dass Spielzeuge piepsen, blinken oder fliegen, dass wir manchmal schlicht vergessen, dass all diese «Smart Toys» nur dank ausgeklügelter Technologie funktionieren. Zugleich ist diese dank der zunehmenden Digitalisierung und Miniaturisierung – also der Verkleinerung der Bauteilchen – mittlerweile so gut getarnt, dass wir Batterien, Akku oder andere elektronische Teilchen in unseren Spielzeugen kaum mehr erkennen oder sie mit blossem Auge schlicht nicht sehen.

Bereits 2020 wies das Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen (UNITAR) in seinem Bericht zu den weltweiten Mengen an Elektroschrott darauf hin, dass gerade bei Spielgeräten die Anzahl an «invisible E-Waste» sehr hoch ist. Das sind (kaputte) Geräte, die eigentlich zu den elektronischen Geräten zählen würden, die von uns Nutzern aber nicht als solche erkannt werden. Gemäss UNITAR fallen unter diese Kategorie weltweit 7,3 Milliarden Spielgeräte pro Jahr. Das macht jährlich ein Spielgerät pro Person auf der Welt.

Die Krux: Weil wir diese Spielsachen nicht als Elektrogeräte erkennen, landen noch immer weltweit viel zu viele Geräte im Müll statt im Recycling. Dabei gehen nicht nur wertvolle Ressourcen wie Kupfer oder Kunststoffe verloren, sondern es besteht auch die Gefahr, dass gefährliche Stoffe wie zum Beispiel das in Batterien enthaltene Blei in die Umwelt gelangt, wenn diese nicht korrekt entsorgt werden. Akkus sind zudem leicht entzündlich und können bei hohen Temperaturen oder durch Druck in der Müllpresse Feuer fangen.

Dass das nicht passiert, haben wir dir nachfolgend fünf Merksätze zusammengestellt, wie du elektronische Spielsachen erkennen kannst. Denn nur wer sie erkennt, kann sie auch richtig entsorgen.

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