Von uns, für Sie
2018 wurden wir von über 800 vRG-Partnern unterstützt und können so ein breites Entsorgungsnetz mit mehr als 600 Entsorgungspartnern betreiben. Die Kurzfassung unseres 2018 finden Sie hier – von uns, für Sie!
Vorwort Präsident
News aus Bern
Nachdem der Ständerat im Dezember 2017 die Motion 17.3636, welche den Bundesrat beauftragte, ein sogenanntes Grundsatzobligatorium einzuführen, mit grosser Mehrheit überwiesen hatte, wurde diese im Sommer 2018 vom Nationalrat etwas «aufgeweicht»: Das Grundsatzobligatorium ist nun eine von verschiedenen Optionen, mit denen das System des Elektro- und Elektronik-Recycling in der Schweiz verbessert und insbesondere die Problematik der Trittbrettfahrer gelöst werden soll.
Es geht um eine anspruchsvolle Aufgabe:
- Erfassung des Einkaufs von Geräten im Ausland
- Erfassung des Einbaus von Geräten aus dem Ausland in Schweizer Küchen und Badezimmer durch ausländische Installationsfirmen
- Erfassung der Hersteller / Importeure in der Schweiz, die sich bis heute keinem der freiwilligen Rücknahmesysteme angeschlossen haben
- und immer wichtiger: Erfassung der Geräte, die via Online-Handel aus dem Ausland in die Schweiz kommen.
Wir sind sehr bemüht den Verantwortlichen aufzuzeigen, dass es sehr sinnvoll und effizient ist, die Vorteile der freiwilligen Rücknahmesysteme mit den Vorteilen eines Obligatoriums zu verbinden. Auf die Umsetzung der «Producer Responsibility» sind wir in der Schweiz als Pionier besonders stolz und überzeugt, dass diese die Grundlage bildet für eine ausgestaltete Kreislaufwirtschaft.
Ein von SENS, Swico und SLRS gemeinsam in Auftrag gegebenes Gutachten von Prof. Dr. Urs Saxer (Universität Zürich) hält klar fest, dass das im USG verankerte Konzept der «vom Bund beauftragten privaten Organisation» durchaus viel Raum lässt, dass diese nach privatrechtlichen und nach privatwirtschaftlichen Grundsätzen operieren kann.
Wir machen uns beim BAFU daher weiterhin stark für ein Grundsatzobligatorium, wobei es hier entscheidend auf die Umsetzung ankommt: Bereits 2015 haben die die Vertreter des BAFU sowie der Rücknahmesysteme eine sehr einfache und effiziente Umsetzung mit allen entsprechenden Schnittstellen erarbeitet – diese bilden weiterhin die Grundlage. Von SENS aus sind wir sehr gerne bereit und freuen uns auch, mit dem BAFU und mit der neuen Vorsteherin des UVEK, Frau Bundesrätin Simonetta Sommaruga, konstruktiv zusammenzuarbeiten. Dabei geht es auch darum, gerade im Bereich der von vielen als ganz wesentlich beurteilten Problematik des Online-Handels auf die Erfahrungen zurückzugreifen, welche auf europäischer Ebene bereits gemacht worden sind.
Wir sind überzeugt, hier gemeinsam mit der Politik für unser kleines, fein organisiertes Land eine tragfähige und innovative Lösung zu erarbeiten, die das eRecycling wieder einen Schritt nach vorne bringt.
Ihr Andreas Röthlisberger
Vorwort Geschäftsführerin
Ich bin die neue Haushaltshilfe, sagt der Kühlschrank zum Staubsaugroboter und reinigt sich vor der nächsten Essensbestellung gleich selbst.
Liebe Partnerinnen und Partner
Intelligente Geräte, welche uns quasi die Wünsche von den Lippen lesen, sind längst kein Traum mehr, sondern in vielen Smart Homes bereits Bestandteil des Alltags. Was Intelligenz mit Recycling zu tun hat? Eine ganze Menge!
Der gute alte Kühlschrank – für ihn ist mit dem Verkaufspreis die vorgezogene Recyclinggebühr für die korrekte Entsorgungskategorie «Kühlgerät» bereits bezahlt worden. Dafür wird das kaputte Gerät am Ende seiner Nutzungsdauer gratis zurückgenommen und fachgerecht recycelt – ein Vorgang, den wir mit unseren Partnern seit nunmehr fast 30 Jahren effizient und professionell abwickeln. Die zunehmende Komplexität der neuen Geräte, mit multifunktionalen Anwendungen, kann die bisher einfache Kategorisierung infrage stellen: ist der Kühlschrank nur ein Kühlschrank oder auch ein Computer? Die klaren Grenzen werden sich verwischen und werden neue Denkansätze fordern. Ähnliches gilt für das Recycling. Intelligente, multifunktionale Geräte mit anspruchsvoller Technologie und neuartigen Materialien verändern zukünftig vielleicht die Anforderungen an den gesamten Entsorgungsprozess. Hier sind wir gemeinsam mit unseren Entsorgungspartnern aufgefordert innovativ und lösungsorientiert zusammen zu arbeiten, um weiterhin möglichst viele Wertstoffe zurück in den Kreislauf zu bringen.
Dass uns ein intelligenter Umgang mit Energie ein Anliegen ist, liegt auf der Hand. Wir freuen uns darum sehr, dass wir hier aktiv Hand anlegen konnten und beim Energy Day als Supporting Partner dabei waren. Eine süsse Aktion mit zahlreichen positiven Reaktionen, die wir im kommenden Jahr sicher wiederholen werden. (Kapitel ZUKUNFT, Gemeinsam vorwärts)
Unser Schrottopus räumt auf mit lästigen Unwahrheiten im Recycling und hält auch Herrn und Frau Schweizer auf Trab – nämlich mit spannenden Fakten zu vier Recyclingmythen und den richtigen Tipps, wie man eben schlau entsorgt und einkauft. (Kapitel SENS, Von uns, für Sie)
Die ÖkoService Schweiz AG strebt an, in der Rückproduktion die gleich hohen Qualitätsstandards wie in der Produktion von Neuprodukten anzuwenden. Sie betreibt in Rheinfelden die modernste Recyclinganlage für Kühlgeräte, die genau diesem Ansatz entspricht. Wir haben die Anlage besucht und sind beeindruckt, was unser kleines Land für grossartige Technologien zu bieten hat. (Kapitel INNOVATION, Trends & Technik)
Sie sehen es – wir bewegen uns in einer cleveren und innovativen Branche, die im Eilzugstempo mit Neuerungen überrascht und fordert. Die intelligenten Geräte denken zwar im Alltag zunehmend für uns mit, damit eRecycling eine runde Sache bleibt, braucht’s aber weiterhin unser aller Hirnschmalz. Wir nehmen es als Ansporn, das Recycling von Elektrogeräten laufend einen Schritt weiter zu bringen und danken Ihnen herzlich für die wertvolle Zusammenarbeit und Partnerschaft.
Ihre Heidi Luck